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Diabetische Fußgeschwüre

Bei Diabetikern werden Amputationen der unteren Extremitäten am häufigsten durch diabetische Fußgeschwüre verursacht. Jedes Jahr verlieren mehr als eine Million Menschen ein Bein. In 85 % von allen Amputationen hat der Patient Fußgeschwüre.

Was Diabetes anbelangt, beziehen sich gegenwärtig 20 - 40 % aller im Gesundheitswesen aufgewandte Mittel auf diabetische Füße.1 Um Amputation und andere Komplikationen zu verhindern, und um die Kosten zu begrenzen, ist es wichtig, die Wunde so früh wie möglich zu diagnostizieren und zu behandeln.

Einer der wichtigsten Faktoren im Zusammenhang mit diabetischen Fußgeschwüren sind periphere arterielle Verschlusskrankheiten (PAVK). Eine Ischämie muss ausgeschlossen werden.2 Da 50 % aller Diabetiker von PAVK betroffen sind, ist dies besonders wichtig. Diabetiker haben zudem eine beeinträchtigte Durchblutung, weshalb die peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten oftmals aggressiver sind, mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.3-5


Das Diagnostizieren von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten bei Diabetikern ist eine Herausforderung. Zwei Drittel aller Patienten sind asymptomatisch und haben reduzierte Schmerzempfindungen (beim Laufen und in Ruhelage) aufgrund von Neuropathie. Infolge der erhöhten arteriovenösen Shunt-Durchblutung kann Neuropathie ebenfalls zu relativ warmen Füßen führen (atypisch für ischämische Füße). Viele Patienten mit PAVK sizten viel und haben daher keine typischen Klaudikationsbeschwerden. Durch einen abtastbaren Puls wird PAVK oftmals überschätzt. Diabetiker haben auch des öfteren unelastische Arterien, was zu fälschlich erhöhten ABI-Werten (Knöchel-Arm-Index) führt. Periphere arterielle Verschlusskrankheiten (PAVK) sollten daher immer mit objektiven Gefäßuntersuchungen wie Zehendruck und transkutanem Sauerstoff (tcpO2) bestätigt werden.1-4


Erfahren Sie mehr über Zehendruck
Erfahren Sie mehr über tcpO2

Diabetische Fußgeschwüre können wie folgt klassifiziert werden:
•    Neuropathische
•    Ischämische
•    Neuroischämische

Heutzutage sind 50 % aller diabetischen Fußgeschwüre neuroischämisch, verglichen mit nur 20 - 25 % in den 90-iger Jahren.5


Sobald eine periphere arterielle Verschlusskrankheit bestätigt ist, kann die korrekte Behandlung jedes diabetischen Fußgeschwürs anhand der Beurteilung des Wundheilungspotenzials bestimmt werden. Die Heilung des Geschwürs lässt sich jedoch nicht durch spezifische Symptome oder Krankheitszeichen zuverlässig vorhersagen. Mehrere Gesellschaften empfehlen objektive Gefäßuntersuchungen für diesen Zweck. Zum Beispiel indiziert die internationale Arbeitsgruppe für den diabetischen Fuß (The International Working Group on the Diabetic Foot), daß ein Zehendruck > 30 mmHg, ein tcpO2 > 25 mmHg oder ein Hautperfusionsdruck > 40 mmHg die Wahrscheinlichkeit der Wundheilung erhöht.3-5  


Erfahren Sie mehr über Richtlinien und Empfehlungen für die Diagnistik von PAVK

Das Wundheilungspotenzial der diabetischen Fußgeschwüre wird nicht nur durch den Schweregrad der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit beeinträchtigt, sondern auch von anderen Faktoren: Infektionen, Gewebeverlust, mechanische Belastung des Geschwürs und Begleiterkrankungen wie Herzversagen und Nierenerkrankung im Endstadium. Abhängig vom Gesamtstatus der Extremität können also verschiedene Schweregrade der Ischämie als "kritisch" bezeichnet werden. Zum Beispiel kann ein Diabetiker mit einer leichten Form der PAVK, aber mit einem infizierten diabetischen Fußgeschwür, von einer Revaskulisierung profitieren, um die Wundheilung zu beschleunigen.3-5 

PeriFlux 6000 - Die smarte Kombination

Die Beurteilung von diabetischen Fußgeschwüren ist eine Herausforderung. Um auch bei Diabetikern eine genaue Diagnostizierung von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten samt Beurteilung des Wundheilungspotenzials zu gewährleisten, bietet PeriFlux 6000 eine einzigartige Kombination von parallel laufenden Gefäßuntersuchungen.

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