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Transkutaner Sauerstoff - TCOM/tcpO2

Mit transkutanem Sauerstoff (tcpO2/TCOM) wird der lokale Sauerstoffgehalt gemessen, der von der Haut durch die Kapillare fließt und den metabolischen Status der unteren Extremitäten widerspiegelt. Besonders nützlich ist dies für die Beurteilung des Wundheilungspotenzials, der Bestimmung der Amputationshöhe und für die Qualifizierung für hyperbare Sauerstofftherapie.

tcpO2 ist ein Verfahren, das umgehend und fortlaufend über die Fähigkeit des Körpers, das Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen, informiert. tcpO2 ist abhängig von der Sauerstoffaufnahme der Atemwege, dem Sauerstofftransport des Blutes und dem allgemeinen Zustand des Gefäßsystems. Da die Haut in der Rangordnung des Köpersystems eine niedrige Priorität besitzt was die Anreicherung von Sauerstoff anbelangt, wird unmittelbar und fortlaufend registriert, sobald die Sauerstoffversorgung des Gewebes auf irgendeine Weise beeinträchtigt wird.

Rein technisch erwärmt die Elektrode das unterliegende Gewebe und verursacht somit eine lokale Hyperämie, welche die Durchblutung intensiviert und den Sauerstoffdruck erhöht. Die Wärme löst die Lipidstruktur der toten verhornten Zellen in der Epidermis auf und die Haut reagiert permeabel auf Gasdiffusion. Bei hohem Metabolismus kann der Sauerstoff unterwegs von den Zellen konsumiert werden.

Bitte beachten Sie, daß der transkutane Sauerstoff nicht dem mit einem Standardpulsoximeter gemessenen arteriellen Sauerstoffdruck entspricht.

Klinische Anwendungen:
Die transkutane Überwachung von Sauerstoff und Kohlendioxid, ursprünglich für den neonatalen Bereich entwickelt, ist nunmehr ein routinemäßiges Messverfahren in verschiedenen klinischen Bereichen, sowie:

    Bestimmung von peripherer vaskulärer Oxygenation
    Quantifizierung des Grades von peripheren Gefäßerkrankungen
    Bestimmung der optimalen Amputationshöhe
    Beurteilung der Revaskularisierung
    Auswahl von Kandidaten für hyberbare Sauerstofftherapie und Prognostizieren von Personen,      die nicht auf die Behandlung reagieren

tcpO2 -Messungen müssen an mindestens zwei oder drei Stellen vorgenommen werden um gute Bilder zu vermitteln. Je mehr Messpunkte, desto besser das Oxygenationsbild.

Auswertung der Daten

Daten sind nicht immer perfekt. In den nachstehenden Dokumenten finden Sie nützliche Information zur Auswertung der Daten.

Jeder Patient ist einzigartig

"Warum benötigt man 15 Minuten für eine stabile Grundlinienaufnahme mit tcpO2?” Die Antwort ist "Physiologie” und nicht nur Technologie. Die Elektrode erwärmt das unterliegende Gewebe und verursacht somit eine lokale Hyperämie. Da jeder Patient einzigartig ist, dauert es, je nach Gefäßstatus, unterschiedlich lange, bis eine stabile Grundlinie verzeichnet wird. Aus den Beispielen geht hervor, daß es bei einem Patienten nur 8 Minuten dauert, aber 15 Minuten bei einem anderen Patienten.

Für alle Patienten werden daher Aufnahmen von 10 - 15 Minuten empfohlen. Untersuchen Sie das Diagramm und überprüfen Sie, ob es stabil ist. Wenn die Kurve stabil ist, können Sie die Aufnahme beenden. Aber solange sich die Werte noch verändern, sollten Sie die Aufnahme verlängern. Mit der tcpO2-Software von Perimed können Sie jederzeit Diagramme überprüfen und Aufnahmen vorzeitig beenden oder verlängern.

Wartung

Die Elektroden müssen regelmäßig gereinigt und die Membranen regelmäßig ausgetauscht werden. Das nachstehende Dokument umfasst eine entsprechende Zusammenfassung und vorschriftsmäßige Wartung.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

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Erfahren Sie mehr über: PeriCam PSI System
Verbessert die Lebensqualität seit 1981

Perimed AB, gegründet im Jahre 1981, bietet Geräte, Software und Fachkenntnisse zur Beurteilung der Mikrozirkulation. Wir führen Laser-Doppler, Laser-Speckle (LASCA) und transkutanen Sauerstoff (tcpO2 or TCOM) für genaue Überwachung und Messungen der Durchblutung und Sauerstoffsättigung des Gewebes in Echtzeit. Unsere modularen Geräte PeriFlux System 5000 und PeriFlux 6000, unser neuestes Gerät, eignen sich ausgezeichnet für die Bestimmung von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (PAVK) und kritischer Ischämie (CLI) und für die Beurteilung des Wundheilungspotenzials bei Gefäßpatienten. Unser Blutperfusions-Imager PeriCam PSI System ermöglicht die Untersuchungen von Aufzweigungen, wie z.B. während kortikalen Streudepressionen.